Die deutschen Maurer
Sieht man sich in anderen Ländern um, fällt neben einigen anderen Dingen auf, dass die Architektur eine anderen ist. In Tokyo, Japan, zum Beispiel stehen Häuser dicht an dicht, weil die Landmasse sehr gering ist. Das Problem: Wenn ein Haus brennt, greift das Feuer schnell auf Nachbarhäuser über. In den USA herrscht ein ähnliches Problem: Da dort viele Häuser aus Holz bestehen, brennen sie innerhalb kürzester Zeit ab und dann haben die Bewohner keine Heimat mehr!
Um solche und andere Probleme gleich von Anfang an zu lösen, setzen deutsch Architekten und Hausbauer auf solide und widerstandsfähige Steinhäuser. Zwar werden heute kaum noch Fachwerkhäuser gebaut und auch Materialien und Bauweisen sind moderner geworden, aber der Beruf des Maurers ist immer noch vorhanden – und erfreut sich großer Beliebtheit – im Inland, im Ausland und auch bei den jungen Berufsanfängern.
Die können sich nämlich durchaus auf mehr freuen, als nur Steine übereinander zu legen und Mauern hochzuziehen. Der Beruf Maurer erfreut sich eben solcher Modernisierung wie die gesamt Branche. Der Maurer muss sich mit vielen Werkzeugen und Baustoffen auskennen, muss betonieren und Fundamente legen können und wird auf Baustellen im Hoch-, Ingenieur- und Tiefbau eingesetzt. Um all diesen Anforderungen gerecht zu werden, lernt der Maurer bis zu drei Jahre alles für den Beruf in einer praktischen und schulischen Ausbildung. In den ersten zwei Jahren der Ausbildung lernt der Maurer alle Grundlagen des Handwerks, im letzten Jahr spezialisiert er sich betrieblich.
Nach der Gesellenprüfung ist die Meisterprüfung möglich, mit der der Maurer führende Positionen einnehmen oder eine eigene Firma gründen kann. Mit Fachhochschulreife kann der Maurer sogar Architektur und Bauingenieurwesen studieren.
